Neue Sichtbarkeit für Erinnerungskultur:
Eine 20 m² große Schaufensterfläche bringt Hamburger Gedenkstätten ins Stadtbild
Hamburg, 18. März 2026
Die Jüdische Union hat der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen eingeladen, Hamburger Erinnerungskultur im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.
Ab sofort werden Gedenkstätten und Lernorte der Stiftung in den Schaufenstern des Jüdischen Bildungs- und Stadtteilkulturzentrums in Hamburg-Nord präsentiert. Damit entsteht mitten im Bezirk ein neuer Ort der Information.
Bürgerinnen und Bürger erhalten im Alltag die Möglichkeit, sich niedrigschwellig über historische Orte in Hamburg und ihre Bildungsangebote zu informieren.
Für die Jüdische Union ist die Kooperation Ausdruck eines zentralen Anliegens: Erinnerungskultur in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, historische Verantwortung sichtbar zu machen und Menschen zum Nachdenken, zum Austausch und zum entschlossenen Eintreten gegen Hass und Ausgrenzung zu ermutigen.
Als Träger des Jüdischen Bildungs- und Stadtteilkulturzentrums in Hamburg-Nord engagiert sich die Jüdische Union e.V. mit zahlreichen soziokulturellen Projekten für sichtbares jüdisches Leben, demokratische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dazu gehört auch der klare Einsatz gegen Extremismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Prof. Dr. Oliver von Wrochem, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen: „Wir freuen uns über die Möglichkeit, die Arbeit der Gedenkstätten unserer Stiftung auch an diesem Bildungsort in Hamburg sichtbar zu machen. Wir hoffen, dass sich aus der Zusammenarbeit positive Impulse für gemeinsame Anliegen von jüdischen Einrichtungen in der Stadt und unserer Stiftung ergeben, vor allem im Kampf gegen den erstarkenden Antisemitismus.“
Armin Levy, ehrenamtlicher Vorsitzender der Jüdischen Union und Direktor des Jüdischen Bildungs- und Stadtteilkulturzentrums in Hamburg-Nord:„Wenn wir unsere Ressourcen, unsere Möglichkeiten und unsere Verantwortung erkennen, wertschätzen und miteinander teilen, wird sichtbar, wie stark wir gemeinsam sein können – gegen Hass, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit und ebenso gegen das Vergessen. Wir freuen uns sehr über diese gelungene Zusammenarbeit.“
Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck geraten, braucht es sichtbare Orte, klare Haltung und gemeinsame Initiativen, die Erinnerung lebendig halten und Verantwortung in die Gegenwart übersetzen.
Jüdische Union
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