Hunderte Fotos, rund 300 Gäste und unzählige bewegende Momente: Unser feierlicher Empfang zu Rosch HaSchana 5787, zu dem die Jüdische Union vergangene Woche ins Museum der Arbeit eingeladen hatte, klingt noch immer nach.
Es fällt schwer, aus so vielen lebendigen Bildern nur wenige auszuwählen. Sie erzählen von herzlichen Begegnungen, Musik, Freude und davon, gemeinsam das neue jüdische Jahr zu begrüßen. Vor allem aber zeigen sie, wofür wir stehen: für ein sichtbares, lebendiges, inklusives und vielfältiges jüdisches Leben mitten in Hamburg.
Trotz zahlreicher politischer Sitzungen, anderer Verpflichtungen und kurzfristig angekündigter weiterer Veranstaltungen war der Saal voll. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden, Religionsgemeinschaften, Institutionen, Vereinen und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um mit uns zu feiern und ihre Verbundenheit mit jüdischem Leben in Hamburg zu zeigen.
Dass sich so viele Menschen die Zeit genommen haben, diesen besonderen Abend mit uns zu verbringen, hat uns sehr berührt.
Zugleich bedauern wir, dass rund 100 weitere Interessierte aufgrund der begrenzten Raumkapazität nicht teilnehmen konnten. Wir hätten diesen Abend sehr gerne auch mit ihnen geteilt.
Der Empfang war Prof.Agathe Lasch gewidmet, der ersten Professorin der Universität Hamburg, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurde.
Nach der Begrüßung durch Frau Kümpel für die Stiftung Historische Museen Hamburg sprachen Armin Levy, ehrenamtlicher Vorsitzender der Jüdischen Union, Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Dirk Kienscherf sowie Anna Staroselski.
In den Beiträgen wurde deutlich, wie wichtig der Schutz jüdischen Lebens und unserer demokratischen Gesellschaft ist. Rechtsextremismus, Linksextremismus, Islamismus, Antisemitismus, Rassismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit richten sich nicht nur gegen einzelne Gruppen, sondern gefährden das demokratische Miteinander insgesamt.
Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war der erste öffentliche Auftritt unseres jüdischen Chors „Kolot Schalom – Stimmen des Friedens“ unter der Leitung von Julia Appel, begleitet von der Pianistin Vera Bogdanchikova.
Junge jüdische Sängerinnen bereicherten das Programm mit weiteren musikalischen Beiträgen und machten diesen Abend auch künstlerisch zu etwas Besonderem.
Gespräche, Begegnungen und Infotische boten zugleich Raum für interkulturellen und interreligiösen Austausch und machten das Engagement verschiedener Initiativen gegen Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus sichtbar.
Unser ausdrücklicher Dank gilt Peter Helling, freier Journalist beim NDR, für die ausgezeichnete Moderation des Abends, Art Studio Arides für die musikalische Vorbereitung, DJ Skafelnikof für die festliche Stimmung und Shendl Copitman für die fotografische Begleitung.
Wir danken außerdem der Behörde für Kultur und Medien Hamburg für die Unterstützung, dem Museum der Arbeit, der Polizei Hamburg, den Sicherheitsbehörden sowie allen ehrenamtlich Engagierten, die diesen Abend möglich gemacht haben.
Ein besonderer Dank gilt dem Empfangskomitee der Pars Foundation aus der exiliranischen Community, das die Durchführung der Veranstaltung ehrenamtlich unterstützt und mit großem Engagement begleitet hat.
Diese Bilder geben nur einen kleinen Einblick in einen Abend voller Begegnungen, Musik, Freude und gesellschaftlichen Dialogs.
Sie zeigen aber etwas, das sich nur schwer in Zahlen ausdrücken lässt: Jüdisches Leben ist lebendig, vielfältig und gehört selbstverständlich in die Mitte unserer Gesellschaft.
Danke an alle, die diesen Abend mit ihrer Anwesenheit, ihrer Wärme, ihrer Offenheit und ihrer Freude geprägt haben.
Unsere nächste Veranstaltung ist der Friedensdialog im Bezirk Hamburg-Nord anlässlich des Sukkotfestes am 2. Oktober 2026.
📩 Abonniert unseren Newsletter und verpasst keine wichtigen Informationen, Veranstaltungen und Einladungen:
Jüdische Union
Diversität | Inklusion | Dialog
Fotos: © Jüdische Union | Shendl Copitman








































