Gedenkstunde anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenkstunde anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus Foto: © Shendl Copitman

Einige Eindrücke von unserer gestrigen Gedenkstunde anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Wir sind tief dankbar, dass wir diese Gedenkstunde in unserem jüdischen Kulturzentrum in Hamburg-Nord gemeinsam gestalten konnten: mit jüdischen und nichtjüdischen Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern von Religionsgemeinschaften, Angehörigen des diplomatischen Korps, der exiliranischen Community, Politikerinnen und Politikern sowie Mitgliedern beider jüdischer Gemeinden in Hamburg.
Dieses Miteinander war spürbar. Und es war stark.

Musikalisch getragen wurde der Abend von unserer geschätzten Freundin und Druzhba-Club-Mitglied Irina Kaplan. Ihre Musik hat Räume geöffnet, in denen Worte allein nicht reichen.
Die eindringlichen, lebendigen Bilder verdanken wir Shendl Copitman. Sie bleiben.

Ein besonderer Dank gilt Peter Zamory. In seiner sehr persönlichen, bewegenden Rede hat er das Schicksal seiner Familie geteilt und zugleich jüdisches Leben in Hamburg sichtbar gemacht – als jüdischer Politiker, als Mensch, als Teil dieser Stadt.

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz befreit.
Was dort sichtbar wurde, lässt uns bis heute nicht los. Über eine Million Menschen wurden allein dort ermordet. Auschwitz steht für den industriellen Vernichtungswillen, für den nationalsozialistischen Rassenwahn.

Unser Gedenken gilt den Millionen Ermordeten: vor allem den Juden, aber auch Sinti und Roma, homosexuellen Menschen, Menschen mit Behinderungen, Kriegsgefangenen und all jenen, deren Leben als „lebensunwert“ erklärt wurde. Und es endet nicht an einem Datum. Das Morden ging weiter – bis zum Zusammenbruch des NS-Regimes.

Unter diese Geschichte gibt es keinen Schlussstrich. Erinnerung ist keine Strafe. Sie ist Verantwortung. Sie ist Schutz. Sie ist Voraussetzung für Zukunft.
Ohne Geschichte gibt es keine Zukunft.

Jüdische Union
Diversität | Inklusion | Dialog

 

 

 

Fotos: © Shendl Copitman

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