Eröffnung des Kultur Kontor in Hamburg

Eröffnung des Kultur Kontor in Hamburg

Heute nahm Armin Levy, ehrenamtlicher Vorsitzender der Jüdischen Union, an der Eröffnung des neuen Kultur Kontor Hamburg am Klosterwall teil.

Mit dem Kultur Kontor entsteht mitten in der Hamburger Innenstadt ein neuer Ort für Kunst, Geschichte und gesellschaftlichen Dialog.

Zur Eröffnung wird die Ausstellung „SPORT.MASSE.MACHT. Fußball im Nationalsozialismus“ gezeigt.

Sie beleuchtet die Rolle des Sports während der NS-Zeit, die Ausgrenzung jüdischer Sportlerinnen und Sportler sowie bis heute aktuelle Fragen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.

 

Kultursenator Dr. Carsten Brosda
Kultursenator Dr. Carsten Brosda

 

Kultursenator Dr. Carsten Brosda sagte zur Eröffnung:

„Mit dem Kultur Kontor entsteht an einem der zentralsten Punkte Hamburgs, zwischen Hauptbahnhof, Kunstmeile und UNESCO-Welterbe, ein flexibler Kulturort, der offen ist für alle. Hier können künftig die großen Fragen der Stadtgesellschaft verhandelt werden und dieser Ort macht Lust auf das im Aufbau befindliche Deutsche Hafenmuseum. Zudem können wir hier künftig den Preisträger:innen des Edwin-Scharff-Preises eine Bühne für ihre künstlerische Arbeit bieten.“

 

Hans-Jörg Czech, Vorstand und Direktor der SHMH
Hans-Jörg Czech, Vorstand und Direktor der SHMH

 

Hans-Jörg Czech, Vorstand und Direktor der SHMH: „Mit dem Kultur Kontor Hamburg eröffnet sich für die SHMH die großartige Gelegenheit, mitten in der Hamburger Innenstadt in sehr attraktiven Räumlichkeiten durch Ausstellungen, Veranstaltungen und andere Vermittlungsformate über verschiedene Bau- und Modernisierungsprojekte der SHMH in abwechslungsreicher Form zu informieren. Dabei wird der fortschreitende Entwicklungsprozess des Deutschen Hafenmuseums einen besonderen Schwerpunkt bilden. Die zentrale Lage der neuen Kulturfläche sowie der eintrittsfreie und barrierefreie Zugang geben uns die Möglichkeit, an ungewohnter Stelle ergänzende Einblicke in die künftigen inhaltlichen Angebote und innovativen Vermittlungsformen zu bieten, mit denen die SHMH ihre Museen derzeit für die Zukunft neu aufstellt. Zugleich eröffnet sich die Chance, zwischenzeitlich auch ausgewählten externen Projekten eine Präsentationsplattform zu bieten, wie jetzt der Ausstellung ‚SPORT.MASSE.MACHT‘, für die wir modernisierungsbedingt in unseren Häusern aktuellen keinen Raum anbieten können. Ich danke der Behörde für Kultur und Medien für die Ermöglichung dieses Schaufensters auf unsere Arbeit und die Projekte Dritter. Dem Transport- und Logistikkonzern Maersk gilt unser Dank für die Gestaltung und Förderung dieser qualitätvollen neuen Kulturfläche in Hamburg.“

Martin Fielker, Leiter der Personalabteilung Maersk North Europe Continent:
Martin Fielker, Leiter der Personalabteilung Maersk North Europe Continent:

 

Martin Fielker, Leiter der Personalabteilung Maersk North Europe Continent: „Das Kultur Kontor Hamburg ist ein starkes Beispiel dafür, wie Wirtschaft, Kultur und Stadtgesellschaft gemeinsam neue Räume für Austausch und Lernen schaffen können. Als Hauptmieter im Johann Kontor freuen wir uns bei Maersk, diesen Ort aktiv zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zur offenen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen zu leisten – gerade auch in Verbindung zum Hafen und seiner Geschichte als prägendem Teil Hamburgs.“

Andreas Kahrs, Geschäftsführer what matters gGmbH
Andreas Kahrs, Geschäftsführer what matters gGmbH

 

Andreas Kahrs, Geschäftsführer what matters gGmbH: „Mit der Ausstellung ‚SPORT.MASSE.MACHT‘ blicken wir durch die Brille des Sports auf den Nationalsozialismus. Wir versuchen, die Mechanismen des Ausschlusses aus dem Sport deutlich zu machen, und möchten an verfolgte Athletinnen, Athleten und Fußballer erinnern. Darüber hinaus fragen wir, welche Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung im Sport bis heute fortbestehen. Wir möchten zeigen, dass das Handeln jedes einzelnen Menschen in Geschichte und Gegenwart einen Unterschied machen konnte und kann.“

Silke Muelherr, Co-CEO Alfred Landecker Foundation
Silke Muelherr, Co-CEO Alfred Landecker Foundation

 

Silke Muelherr, Co-CEO Alfred Landecker Foundation: „Die Ausstellung zeigt eindrücklich: Fußball war im Nationalsozialismus nicht nur Kulisse, sondern ein Instrument von Propaganda und Ausgrenzung – und viele Vereine wurden selbst zu Akteuren des Unrechts, indem sie jüdische Sportlerinnen und Sportler ausschlossen und ihnen ihre Zugehörigkeit nahmen. Die Alfred Landecker Foundation fördert ‚SPORT.MASSE.MACHT‘, weil die Ausstellung über den Fußball einen Zugang zur Geschichte des Holocaust eröffnet und Menschen dazu anregt, über Teilhabe und die eigene Verantwortung nachzudenken. Gerade wenn bei der anstehenden WM die ganze Welt Tore bejubelt, sollten wir uns fragen, wer heute selbstverständlich dazugehört und ob wir den Mut haben, Antisemitismus und Ausgrenzung auf dem Platz, in der Kabine und auf den Rängen entschieden zu widersprechen – denn niemand von uns ist nur Zuschauer.“

Ein wichtiger neuer Ort für Kultur, Erinnerung und gesellschaftlichen Austausch in Hamburg.

 

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