2025 war ein Jahr des Aufbaus, der Sichtbarkeit und der echten Begegnung.
Zum ersten Mal fand in Hamburg ein jüdischer Neujahrsempfang statt. Wir haben zwei Gedenkveranstaltungen umgesetzt, vier Wohnzimmerkonzerte organisiert und mit der ersten Kunstausstellung orthodoxer jüdischer Künstlerinnen neue Perspektiven eröffnet. Mit unserer Dauerausstellung zum Thema jüdisches Leben in Hamburg haben wir im Jahr 2025 mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher erreicht.
Ein zentraler Meilenstein war die Etablierung des ersten jüdischen Bildungs- und Kulturzentrums in Hamburg-Nord.
Ein offener Ort des Lernens, der Begegnung und eine sichtbare Bühne für jüdische Musikerinnen, Musiker und Künstlerinnen aus allen Strömungen. Das Zentrum bietet generationenübergreifende Angebote: Hebräischkurse, den Seniorenclub Druzhba Club mit regelmäßigen Treffen, Angebote zur Demenzprävention sowie Kurse zu digitalem Leben im Alter und IT für Senioren. Ergänzt wurde dies durch die Initiative Friedensdialog im Bezirk Hamburg-Nord.
Dazu kamen 34 Begegnungen im Rahmen unserer After-Work-L’Chaim-Reihe, die Teilnahme am CSD Hamburg, die Wiederbelebung der L’Chaim Party für jüdische Familien und Jewish Singles sowie die Vereinigung patrilinearer Juden in Hamburg.
Unsere Arbeit ist eng verbunden mit dem kontinuierlichen Austausch und der Kooperation mit Kommunal-, Landes- und Bundespolitik zur Sichtbarmachung jüdischen Lebens sowie zur Prävention und Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus.
Alle unsere Veranstaltungen waren bewusst offen gestaltet – mit einem bunten, vielfältigen und nicht vorselektierten Publikum.
All das ist Teil unserer rein ehrenamtlichen Arbeit in Hamburg-Nord.
Wir haben unser Zentrum und unsere Angebote dorthin gebracht, wo Juden leben. Darauf sind wir stolz. Über 2.000 Menschen haben im Jahr 2025 an unseren Begegnungen, Kursen und Angeboten teilgenommen.
Besonders erfüllt uns, dass sich Menschen aller Kulturen und Religionen – ausdrücklich auch aus der LGBTQIA+ Community – bei uns willkommen und zu Hause fühlen.
Unser herzlicher Dank gilt den Behörden, Stiftungen und privaten Spenderinnen und Spendern, die unsere Arbeit in diesem Jahr vertrauensvoll unterstützt haben.
Ebenso danken wir dem Erzbistum Hamburg, der Nordkirche, der Katholische Akademie Hamburg, der Schura Hamburg, der Türkische Gemeinde Hamburg, dem MTO Shahmaghsoudi sowie der Bahai Community für den regelmäßigen Austausch und gemeinsame Projekte.
Ein besonderer Dank gilt den Sicherheitsbehörden, dem LKA Hamburg sowie den Polizeikommissariaten Polizeikommissariat 31 und Polizeikommissariat 23 für ihre Präsenz und den Schutz unserer vielfältigen Veranstaltungen in Hamburg.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute und ein gesundes, friedliches neues Jahr 2026.
Jüdische Union
Diversität | Inklusion | Dialog